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Orientierung

Heft 3/2021: Politik

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Liebe Leser*innen,

haben Sie schon einmal etwas von der Initiative „Wir für Menschlichkeit und Vielfalt" gehört? Die gibt es seit März 2021. Sie finden sie im Netz unter www.wir-fmv.org. Mit einer gemeinsamen Erklärung zeigen über 700 Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus und warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur*innen wie der AfD und ähnlicher Bewegungen. Die unterzeichnenden Verbände machen sich stark für eine offene und vielfältige Gesellschaft und gegen eine Stimmung von Hass und Gewalt. Der BeB ist auch dabei.

Unser Titelbild wurde bei einer Aktion gegen menschenverachtende Anträge der AfD aufgenommen. Es kommt von der AG Partizipation (mehr dazu ab Seite 9) und ist entstanden im Rahmen des Stadtfestes „Hagen blüht auf".

Wahljahr 2021: Da passt doch eine Orientierung zum Thema Politik, die um den Bundestagswahltermin herum erscheint. So dachten wir im Redaktionskreis. Denn eine Idee war: Wir fragen alle im Bundestag vertretenen Parteien an, welche Aussagen in ihren Wahlprogrammen rund um die Themen Teilhabe und Behinderung zu finden sind.

Im Anfragen haben wir dann gemerkt, dass das leider gar nicht so einfach ist. Denn Parteien legen ihre ganz konkreten Wahlprogramme erst in relativer Nähe zur Wahl fest. Zu spät für unseren Redaktionsschluss-Termin.

Stattdessen finden Sie in dieser Orientierung nun Artikel von Menschen, die selber Politik machen, die sich einmischen, um das gesellschaftliche Beisammensein mit zu gestalten. Die sich als Beiräte mit (eigener Behinderungs-)Erfahrung stark machen für Belange von Menschen mit Unterstützungsbedarf. Menschen mit Handicap berichten davon, wie sie politisch mitgestalten. Wie sie sich vernetzen, um besser gehört zu werden.

In einigen Artikeln findet sich auch eine deutliche Aufforderung an Politik und Politiker*innen: Nehmt Belange von Menschen mit Unterstützungsbedarf (endlich und mehr) wahr und kümmert euch um die Anliegen.

Bei der Bearbeitung dieser „politischen" Orientierung haben wir gelernt, dass Politik viel mit sich kümmern, sich einmischen, gestalten, Raum schaffen, mit unterschiedlichen Interessen und deren Ausgleich, mit in Gemeinschaft gut zusammenleben, mit Recht und auch mit Regeln zu tun hat.

Es soll Menschen geben, die aufgeben, die Reden der Politiker*innen zu verstehen und stattdessen lieber Chinesisch lernen. Eine Fehlentscheidung! Stattdessen sollten wir Politiker*innen auffordern, uns verständlich anzusprechen und uns Mut machen, gegebenenfalls selber Politik aktiv mit zu gestalten.

Gute Lektüre dieser Orientierung wünscht

Martin Herrlich

PDF-Icon Editorial und Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 70 kb)

zum Inhalt von Heft 3/2021

Heft 2/2021: #wohnen

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Liebe Leser*innen,

„Wohnst Du noch oder lebst Du schon?"
Wie lange ist es her, dass ein bekanntes schwedisches Möbelhaus mit diesem Slogan auf sich aufmerksam machte? Schon knapp 15 Jahre. Doch die Fragestellung bleibt aktuell: Was macht einen Wohnraum zum Lebensort, der mehr ist als Bett, Stuhl und Tisch?

Mit dem Bundesteilhabegesetz werden „Gruppenbewohner*innen" zu „Mieter*innen", zu Menschen mit eigenem Mietvertrag. Sie leben jetzt in der eigenen Wohnung - oder doch eher in „besonderen Wohnformen"?

Was hat sich faktisch durch den Mietvertrag geändert? Das fragt Achim Trobisch gleich zu Beginn kritisch nach. Er beklagt, dass Wohnen weiterhin schwergemacht wird. Zum einen durch eine zunehmende und sich teilweise widersprechende Verregelungswut. Zum anderen aber auch durch die Einrichtungen und Dienste und die dort handelnden Personen selber. Er fordert auf, das eigene Handeln zu hinterfragen und sich gleichzeitig als „Wohn-Anwalt" für Menschen zu verstehen: im Kontakt mit Behörden, Ämtern und Institutionen.

Deutlich wird, dass es eine Trias von Umständen-Wohnen-Leben gibt. Diese Verbindung wirkt auf die Lebensqualität eines jeden Menschen. Wohnen – weiterhin ein fragiles Unterfangen für alle Beteiligten. Trotz UN-BRK und BTHG ...

Laut Duden hat der Begriff Wohnen zwei Wortbedeutungen. Zum einen beschreibt er das „vorübergehend eine Unterkunft haben, untergebracht sein", zum anderen meint das Wort „seine Wohnung, seinen ständigen Aufenthalt haben".

Lesen Sie in der Orientierung, wie ersteres zu zweitem werden kann.

Gute Lektüre wünscht

Martin Herrlich

PDF-Icon Editorial und Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 70 kb)

zum Inhalt von Heft 2/2021

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Heft 1/2021: Inseln

Liebe Leserin, lieber Leser,

Inselassoziationen. Welche haben Sie?

Viel Freude mit dem Heft wünscht

Ihr Martin Herrlich

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zum Inhalt von Heft 1/2021

 

 

 

 

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Heft 4/2020: Menschlichkeit

Liebe Leser*innen,

mit dieser Orientierung haben wir uns auf die Suche begeben - was ist Menschlichkeit? Unsere Hoffnung war: In der Summe aller eingehenden Artikel lässt sich am Ende eine gemeinsame Definition erkennen. Auch Meggy Katzenstein hat sich in der Diakonie Kork für uns auf Spurensuche begeben. Sie hat mit unterschiedlichen Gruppen von Menschen mit Unterstützungsbedarf versucht zu erheben, wie Menschlichkeit erlebt wird. Nach so manchen ratlosen und verständnislosen Blicken wurde dann aber doch von eigenen „Menschlichkeitserfahrungen“ erzählt:

  • „Ich habe mich gefreut, dass ein Mitarbeiter mit mir zum Optiker ist, meine Brille war drei Monate kaputt. Der Optiker war auch sehr nett.“
  • „Das ist, wie man behandelt wird.“
  • „Das hat mit Menschenwürde zu tun.“

Geäußert wurden auch kritische Erfahrungen:

  • „Ich habe das noch nicht erlebt – Menschlichkeit.“
  • „Zur Beerdigung von einem Mitbewohner durften wir nicht gehen. Das ist unmenschlich.“
  • „Zu Hause war es nicht immer menschlich.“

Unsere Autor*innen nähern sich dem Thema aus persönlicher (Berufs-)Erfahrung. Sie fragen sich, welche Rolle Menschlichkeit zwischen UN-BRK und Bedarfsermittlung spielt, ob die Menschlichkeit verschwunden ist, wodurch sie begünstigt wird, wie sie sich entwickelt und verändert hat und wie Menschlichkeit in der aktuellen Corona-Pandemie gelebt werden kann. Wir sind Menschen und in der Begegnung von Menschen entsteht Menschlichkeit. Oder, wie es eine von Katzensteins Gesprächspartnerinnen auf den Punkt bringt: „Wenn man angelächelt wird, ist das schön.“

In diesem Sinne grüßt aus der Redaktion

Ihr Martin Herrlich

PDF-Icon Editorial und Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 66 kb)

zum Inhalt von Heft 4/2020

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