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mitMenschPreis - Ausschreibungsfrist beendet

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Die Ausschreibungsfrist für den mitMenschPreis ist beendet. Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) als Ausrichter und die Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Curacon) als Preisgeld-Stifter freuen sich über mehr als 80 interessante Projekte. Der Preis wird im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung verliehen, die am 10. September 2010 in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund stattfindet.
Informationen über die Bewerber 2010 sind auf der Webseite des mitMenschPreis zu finden: www.mitMenschPreis.de.

Orientierung

Heft 3/2010: Kochen - Essen - Genießen

Heftcover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Essen ist eine zentrale Lebensgrundlage! Essen hat aber darüber hinaus viel mit Lebensqualität zu tun, ist weit mehr als reines Satt-Werden! Essen bedeutet Genuss, Lust und Lebensgestaltung.

Beim Essen können sich aber auch die Themen Abhängigkeit/Bevormundung oder Mitwirkung/Selbstständigkeit eigen. Lassen sich andragogisch-pädagogische Konzepte auch am Essen erkennen?

Lästig: Viele Regelungen gibt es rund ums Essen. Wie sieht es mit der Hygiene bei der Zubereitung von Mahlzeiten aus? Ist dies nur »sauber« in der hoch spezialisierten (Groß-)Küche möglich? Was ist mit Essen-Aufwärmen am Herd der Wohngruppe am Abend?

Essen - Genuss, Lust und Lebensgestaltung.

Aber wussten Sie,

  • dass in den letzten Jahren die Zahl der hungernden Menschen weltweit deutlich gestiegen ist? Laut offiziellen Angaben sind es inzwischen über eine Milliarde (1.000.000.000) Menschen. Das ist etwa jeder siebte Mensch auf der Welt.
  • dass jährlich fast 9 Millionen Menschen an Hunger sterben? Umgerechnet heißt dies, alle drei Sekunden stirbt ein Mensch, weil er nicht ausreichend zu Essen hat.
  • dass dies überwiegend Kinder sind?
  • dass sich »Chronischer Hunger« zum größten Teil in armen Ländern dieser Welt findet, dass Hunger und Armut zwei Seiten einer Medaille sind?

Essen? Eine Luxus-Fragestellung hier, während andernorts - wenn es  gut geht - die Reste aus dem Mülleimer gefischt werden.

Fröhlich vom Fleisch zu essen, das saftige Lendenstück
Und mit dem Roggenbrot, dem ausgebackenen, duftenden
Den K
äse vom großen Laib und aus dem Krug
Das kalte Bier zu trinken, das wird
Niedrig gescholten, aber ich meine, in die Grube gelegt werden
Ohne einen Mundvoll guten Fleisches genossen zu haben
Ist unmenschlich, und das sage ich, der ich
Ein schlechter Esser bin.
BERTOLT BRECHT

Tauchen Sie mit uns ein in eine Reise rund ums Essen. Lesen Sie über  Großküchen, über Wünsche, über Essenszubereitung in verschiedenen  Küchen, über die Produktion von Lebensmitteln. Finden Sie Anregungen  zur Visualisierung von Speiseplänen, lesen Sie, was erfahrene Köche  zum Thema zu sagen haben.

Und: Lernen Sie auch die Mitglieder der Orientierungs-Redaktion  durch ihre Lieblingsrezepte kennen. Deren Rezepte ziehen sich wie ein roter Faden durch dieses Heft.

Viel Spaß (und Genuss) mit der Orientierung wünschen

Friedrich Fabriz
Martin Herrlich 

PDF-Icon Editorial und Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 173 kb)

zum Inhalt von Heft 3/2010

Heft 2/2010: gesund

Heftcover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

"An apple each day, keeps the doctor away." lesen wir und greifen beherzt in die Apfelkiste.
Gesundheit? Krankheit? Oder neudeutsch: ease - disease? Was ist das eigentlich? Wie hängen die beiden zusammen? Sind sie Pole ein- und desselben?

Ist Gesundheit "die Summe aller Krankheiten, die man nicht hat." wie es Gerhard Uhlenbruck, deutscher Aphoristiker und Immunbiologe feststellte?

Oder: Wie sollen Krankheiten klassifiziert werden?

  • Nach ihrer Ursache?
  • Nach ihren Mechanismen?
  • Nach den betroffenen Organen?
  • Nach der Übertragungsart?
  • Nach Gruppen?
  • Nach geografischer Verbreitung?

Der Streit geht immer noch darum: Ist "Krankheit" ein sozio-kulturelles Muster oder lässt sich Krankheit "natürlich" erklären als biologische Dysfunktionalität, d.h. kulturell unabhängig?

'Salutogenese' ist ein Kernbegriff der Diskussion um Gesundheit. Aaron Antonovsky prägte den Begriff und stellte fest, wenn ich den Eindruck habe, ich komme klar mit meinem Leben, ich blicke durch und ich erlebe Sinn im Ganzen, dann habe ich eine Schutzfunktion für meine Gesundheit erlangt (mehr dazu lesen Sie bei Esther Bollag auf Seite 6).

Andreas Böhringer wohnt in der Diakonie Stetten und formuliert das im Waiblinger Blättle so:
"Ich habe gute Erfahrungen mit Ärzten gemacht. Wenn ich krank bin, dann kümmern sich die Mitarbeiter um mich. Um gesund zu bleiben esse ich viel Obst, Gemüse und Salate. Außerdem bin ich gegen Grippe geimpft."
Wie Menschen mit Unterstützungsbedarf Gesundheit erleben fragt Ines Bader auf Seite 4.

"Gesund ist man erst, wenn man wieder alles tun kann, was einem schadet." formuliert Karl Kraus.
Heißt das, in diesem Sinne zugreifen? In die Apelkiste oder auch daneben?

Lesen Sie über Gesundheit und Krankheit. Und lassen Sie sich auch ein wenig verwirren: Vielleicht können Sie Michel de Montaigne nach der Lektüre antworten:
"Weiß man denn, was einen gesund gemacht hat? Die Heilkunst, das Schicksal, der Zufall oder Omas Gebet?"

Viel Spaß beim Antworten finden wünschen

Friedrich Fabriz
Martin Herrlich 

PDF-Icon Editorial und Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 113 kb)

zum Inhalt von Heft 2/2010

Heft 1/2010: Yes we can - Mutmachbeispiele

Heftcover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir haben uns auf die Suche nach »Mutmachbeispielen« begeben. Gewiss waren wir, dass es sie gibt. Schnell sind wir fündig geworden. Vor Ihnen liegt ein Blumenstrauß voller solcher Beispiele. Menschen die ihr persönliches »Yes we can« beschreiben.

Jedes Mutmachbeispiel startet an einem anderen Punkt, wird in anderen Strukturen aktiv. Deutlich machen alle: Hier geht was!

Gehen Sie zusammen mit Svenja Schmidt und Ulrich Dartmann in ein Projekt in dem ein starkes Kochbuch entsteht, lesen Sie, wie Karin Dröge den sperrigen Begriff »Sozialraumorientierung« mit Leben füllt, erleben Sie wie die »Querdenkenden« innerhalb einer Einrichtung Strukturen »querbürsten», lassen Sie sich verzaubern von Steffi Rogolls ganz »alltäglicher« Kreativität, erleben Sie, wie bei regelmäßiger Fahrt zur Ausbildungsstätte das Projekt Hucklberry geboren wird.

Thomas Pakull, Creative Director einer Münchner Werbefirma behauptet, kreativ sein kann jeder. Voraussetzung sei lediglich der intensive Wille um und Spaß an der Lösung von Problemstellungen.

Also denn mal los! Gejammert wird heute woanders!

Lesen Sie, dass es geht, lesen Sie was und wie es gehen kann. Erleben Sie Mutmachbeispiele.

Yes. You can!

Friedrich Fabriz
Martin Herrlich 

PDF-Icon Editorial (PDF-Datei, 167 kb)

zum Inhalt von Heft 1/2010

Heft 4/2009: be-greifen

Heft 4/2009: TitelbildLiebe Leserin, lieber Leser,

wenn Sie unsere neue Orientierung ergreifen, möchten wir Sie heute mit dem Thema be-greifen konfrontieren. Und wir möchten, dass Sie von diesen Fragestellungen ergriffen werden. Irgendwie, das wurde uns bei der Zusammenstellung der Beiträge immer wieder deutlich, hängen sie alle in faszinierender Weise zusammen, diese "Greifen-Wörter":

 

  • Begreiflicherweise, unbegreiflich
  • ergreifen
  • ergriffen sein, im Begriff sein
  • schwer von Begriff, begriffsstutzig sein
  • unter die Arme, zu den Waffen, zur Feder, tief in die Tasche greifen
  • tiefgreifend
  • aus der Luft gegriffen
  • zugreifen
  • begreifen
  • nach den Sternen greifen

hoch konzentrierter BocciaspielerSo wie unser hoch konzentrierter rot gekleideter Bocciaspieler aus dem Beitrag von Anna Gutbrod von seinem Wunsch nach Sieg ergriffen ist, nachdem er die Kugel gegriffen hat. Man spürt und sieht es ihm an.

Es ist ein faszinierender Weg, den ein Säugling in nahezu jedem Moment seines Lebens über das Greifen seiner Welt zum Begreifen macht. Allerdings ist dies nicht, so betont Christian Wachsmuth im ersten Heftbeitrag, wie bei den meisten Tieren ein Reflex-Lernen, sondern etwas, das nur im direkten Wechselspiel mit der Umwelt geschehen kann. "Bevor Begreifen durch Greifen funktioniert, erfolgt eine Umstrukturierung und ein aufwändiges Lernen durch Aktion und Reaktion im kindlichen Gehirn. Merlin Donald: 'Das menschliche Gehirn ist das einzige Gehirn in der Biosphäre, das sein Potential nicht aus sich selbst heraus realisieren kann. Es muss Teil eines Netzwerks werden, bevor seine Eigenschaften entwickelt werden können.'
Das menschliche Gehirn ist im Vergleich zu allen anderen Gehirnen extrem unfertig, dafür enorm flexibel in der Ausreifung. Das Gehirn des Neugeborenen startet mit 100 Milliarden (1011)Neuronen ins Leben. Das fertige Gehirn hat zwar die gleiche Anzahl, jedoch sind in der Entwicklungsphase unglaublich viele Verbindungen zwischen den Neuronen entstanden. Man spricht von bis zu 10.000 (104)Verbindungen (Synapsen), die jede Nervenzelle vor allem in den ersten drei Lebensjahren ausbilden kann. So können rechenspielerisch 1015 Synapsen gebildet werden, eine kaum vorstellbare Zahl."

Unglaublich, finden Sie nicht auch?

Aber nun lesen Sie selbst, was es mit dem "be-greifen" alles auf sich hat!

Viel Spaß und Ergriffensein wünschen

Friedrich Fabriz
Martin Herrlich 

PDF-Icon Editorial und Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 111 kb)

zum Inhalt von Heft 4/2009

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zuletzt geändert am: 03. August 2010