. .

Aktuelles Heft

Cover Orientierung 1/2012

Ausgabe 1/2012:
Migration & Behinderung

Themenvorausschau

  • 1/2013 (behinderte) Künstler
  • 2/2013 Fachkräfte und Finanzen

mitMenschPreis

Logo mitMensch-Preis

Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) schreibt zum zweiten Mal den mitMenschPreis aus. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2012.
Weitere Informationen sind auf der Webseite www.mitMenschPreis.de zu finden.

Orientierung

HeftcoverHeft 1/2012: Migration & Behinderung

Liebe Leserin, lieber Leser,

rund jeder fünfte Bürger, der in der Bundesrepublik Deutschland lebt, gehört – laut statistischem Bundesamt – zur Gruppe derer,

  • die in die Bundesrepublik nach 1949 zugewandert sind,
  • oder als Ausländer in Deutschland geboren ist,
  • oder mindestens einen zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil hat.

Mit anderen Worten: Jeder fünfte Bürger, der in der BRD lebt, hat einen sogenannten »Migrationshintergrund«.

Rund 11% dieser Personen hat eine amtlich anerkannte Behinderung. So rechnen es Prof. Dr. Gudrun Wansing und Prof. Dr. Manuela Westphal auf Seite 12 dieser Orientierung in Anlehnung an den Mikrozensus vor.

Was passiert, wenn Migration und Behinderung zusammentreffen? Mit dieser Orientierung haben wir uns auf die Suche nach der »Schnittmenge« gemacht.

Deutlich wurde: Behinderung und Migration ist ein Thema, das geprägt ist von kulturell unterschiedlichen Sichtweisen auf Behinderung. Je nach Herkunftsland unterscheidet sich das Denken über Behinderung, stellt Ellen Karacayli auf Seite 25 fest.

Die Behindertenhilfe ist gefordert, weiß sie doch an vielen Orten noch zu wenig über die kulturellen Besonderheiten, fängt erst an, sich damit auseinanderzusetzen. An anderen Orten hat sie sich schon erfolgreich auf den Weg gemacht, z.B. im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg (siehe Seite 31).

Bringen Menschen mit Unterstützungsbedarf einen Migrationshintergrund mit, sind die MitarbeiterInnen neben ihrer Fachlichkeit auch in ihrer interkulturellen Kompetenz gefordert. Stefan Kvas gibt Anregungen, wie diese entwickelt werden kann (Seite 16).

So vielschichtig wie sich die Gruppe derer mit Behinderung und Migrationshintergrund darstellt, so vielschichtig müssen die Wege der Unterstützung und Begleitung sein. Es ist (wieder einmal) so: Pauschallösungen gibt es nicht. Individualität, Kultur-Sensibilität und Wertschätzung der Unterschiede sind gefragt!

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr

Martin Herrlich

PDF-Icon Editorial (PDF-Datei, 72 kb)

zum Heftinhalt

Heft 4/2011: In der Tat?! UN-Behindertenrechtskonvention auf dem Weg

Heftcover

Liebe Leserin, lieber Leser,

der UN-Behindertenrechtskonvention wurde im März 2009 von Bundestag und Bundesrat zugestimmt. Seither ist sie in Deutschland in Kraft getreten.
In der UN-Behindertenrechtskonvention werden die Menschenrechte verbindlich für Menschen mit Behinderung konkretisiert, ohne Sonderrechte zu formulieren.
Eng verwoben mit der Konvention ist die Idee der Inklusion, im Text als Leitziel benannt, in der deutschen Übersetzzung markanterweise mit Integration übersetzt: Wie kann eine Gemeinschaft entstehen, in der alle die gleichen Möglichkeiten bekommen, in der die Besonderheit des Einzelnen als Bereicherung erlebt werden kann, in der innere und äußere Barrieren abgebaut werden?

Mit dieser Orientierung wollen wir zweierlei:

  1. Wir wollen weiterhin aufklären, was in der UN-Behindertenrechtskonvention drin steht. Dazu zitieren wir in Auszügen aus dem Papier des BeB "Freiheit mit Unterstützung". Wir haben aus der Version in leichter Sprache Passagen entnommen. 
  2. Wir wollen schauen: Wo stehen wir in Bezug auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Ist diese schon "in der Tat?!"

Entstanden ist ein kritischer Blick mit vielen Anfragen an die tatkräftige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
Entstanden ist aber auch ein Blick der deutlich mach, dass es gehen kann. In der Tat!

Dazu brauchen wir die Behindertenhilfe, die auf die Gemeinschaft zugeht, aber auch eine Gemeinschaft, die der Behindertenhilfe entgegengeht. Vor allem brauchen wir Menschen, die Lust haben Möglichkeiten für den Einzelnen und die Einzelne zu erkennen und zu entwickeln und nicht nur darüber nachzudenken, wie Lösungen im Rahmen ihrer bestehenden Strukturen aussehen können.
Vor allem brauchen wir Menschen, die aufeinander zugehen!

Bringen Sie Menschenrechte in die Tat, verhelfen Sie diesen zum Durchbruch!

Viele Anregungen wünscht

Martin Herrlich

PDF-Icon Editorial (PDF-Datei, 640 kb)

zum Inhalt von Heft 4/2011

Heft 3/2011: kennen - erkennen - anerkennen

HeftcoverLiebe Leserin, lieber Leser,

manchmal wäre es so leicht: Einfach mal meinem Kollegen zu sagen, was ich an ihm schätze, was ich gut an ihm finde. Kein Problem, danach wieder in die fachliche Auseinandersetzung zu gehen.

Wie wohltuend kann das sein, wenn ich nicht institutionalisiert aber von Herzen spüre: Man kennt mich, man erkennt den Wert der Sache und ich werde anerkannt.

»Anerkennung ist die positive Bewertung der eigenen Handlung durch andere,« so formuliert Petra Thomas in »Moderne Arbeit findet woanders statt« (Seite 25).

Aber wir kennen auch das: Viele Jahren setzen wir uns für eine Sache ein. Geben Energie, manchmal sogar Herzblut in ein Projekt, sind überzeugt von der Idee und von unserem eigenen Tun. Und dann kommen andere und stellen fest, dass das, was für uns gut war, »Gestern« ist. Dass heute etwas anderes zählt. Ohne es gesagt zu bekommen, spüren wir mit einem Stich im Herzen: Es ist vorbei. Das gut Gemeinte war für andere nicht gut genug. Anerkennung ade.

Ina Ströbele berichtet im Artikel »Wertgeschätzt oder nicht« (Seite 36) von ihrem lebenslangen Einsatz für ihren behinderten Bruder. Sie stellt als BeB-Vertreterin von Angehörigen fest: »Wertschätzung ist das Ergebnis dessen, was wir bereit sind, einzubringen.«

Und manchmal ist es soweit: Man verabschiedet sich von einem Kollegen, mit dem man lange Zeit und vor allem gerne  zusammengearbeitet hat. Situationen fallen einem ein, die die gemeinsame Zeit prägten. Momente, in denen man stolz war, zusammen etwas zu tun, etwas voranzubringen, sich selbst und sich gegenseitig zu begeistern. Gerne möchte man zum Abschied sagen, was einem gefiel, was man geschätzt hat, was einem gut getan hat im Kontakt, im Beisammensein, in der Begegnung. Und dann? »Wir sollten einen Toast auf ihn ausbringen!« ich hab's: »Wir haben dich gemocht!«

Lassen Sie sich inspirieren, lernen Sie, sich und andere anzuerkennen.

Es grüßen

Friedrich Fabriz
Martin Herrlich

PDF-Icon Editorial und Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 220 kb)

zum Inhalt von Heft 3/2011

Heft 2/2011: Voller Arbeit – Das Recht auf tätig Sein

Heftcover

Liebe Leserin, lieber Leser,
dieser »Arbeits-Orientierung«,

in der Mitte steht die Werkstatt. Die WfbM. Die Werkstatt für behinderte Menschen. Mit dem berühmten »Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit«, was immer das auch letztlich sein mag. Die WfbM – eine Errungenschaft deutscher Sozialangebote, um die uns manche Länder beneiden. Mit geschützten und garantierten Arbeitsplätzen für Menschen, die, wie es unser Zeichner BOB deutet, »werkstattbedürftig« sind.

Die WfbM – ein Souverän, das es zu honorieren und zu erhalten gilt.

Und, zum Glück, gibt es aber mittlerweile auch eindrucksvolle Varianten innerhalb und außerhalb der Werkstätten:

  • Die Arbeit in der klassischen Werkstatt wird für ihre »Beschäftigten« vielerorts neben Serien- und Verpackungsarbeiten durch erstaunliche Angebote inner- und außerhalb ihrer Mauern ergänzt.
  • Dann gibt es mittlerweile mancherlei hilfreiche Unterstützungen auf dem Weg zum Übergang in den »1. Arbeitsmarkt«.
  • Daneben finden sich zahlreiche Varianten für Menschen mit Unterstützungsbedarfen, die bereits im 1. Arbeitsmarkt angestellt sind. Mit Arbeits- und Tarifvertrag, mit Lohnsteuerkarte, manchen Unterstützungsprogrammen und ggf. auch mit Arbeitsassistenzen. (Und für manchen mit einem sehnsüchtig-traurigen Blick auf vergangene DDR-Zeiten.)
  • Und das »Verlängerte Dach« der Werkstatt für Menschen, die das »Mindestmaß« nicht liefern können, ist vielerorts zum unverzichtbaren Standard innerhalb der WfbM geworden.

»Voller Arbeit« – ein Bild, das bunt und vielfältig geworden ist, ein Bild, das aber angesichts der Behindertenrechtskonvention, sowie des Rechts auf Selbstbestimmung und Empowerment dringend weiter erprobt und ausgebaut werden muss.

»Voller Arbeit – Das Recht auf tätig Sein«, haben wir unser Heft genannt. Die Autoren beschreiben Varianten und Alternativen zur herkömmlichen »Werkstattarbeit «. Sie fordern Sie als Leserin und Leser aber auch auf, weiterzudenken, weiter zu denken und weiter zu handeln.»Voller Arbeit« – auch Aufforderung für uns als Assistenten der Menschen, die das alles möglicherweise nicht genügend für sich selber regeln können.

»Voller Arbeit« – machen wir uns an die Arbeit, an den Job der Umsetzung des »Rechtes auf tätig Sein für alle«!

Viele Anregungen und gutes Gelingen wünschen

Friedrich Fabriz
Martin Herrlich

PDF-Icon Editorial und Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 99 kb)

zum Inhalt von Heft 2/2011

Suchen

Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein, um die Suche zu starten.

Geschäftsstelle

Logo BeB e.V.
Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB)
Altensteinstraße 51
14195 Berlin
Tel. 030 / 83001 - 270
Fax 030 /  83001 - 275
E-Mail: bitte klicken
www.beb-ev.de

BeB-Links

Einmischen - Mitmischen - Selbstmachen

Einmischen - Mitmischen - Selbstmachen!
www.beb-einmischen.de

Logo GBM

GBM - Gestaltung der Betreuung von Menschen mit Behinderungen
www.gbm.info

Logo PPQ

PPQ - Pro Psychiatrie Qualität
www.ppq.info

Logo Kerbe

Die Kerbe - Zeitschrift für Sozialpsychiatrie
www.kerbe.info

Schau doch meine Hände an

Schau doch meine Hände an
Gebärdensammlung zur
Kommunikation mit
nichtsprechenden Menschen

BeBnet - Extranet nur für Mitgliedseinrichtungen
www.bebnet.de

Bundesfachakademie Bufa gGmbH GFO Region Nord
Fort- und Weiterbildungsangebote, Beratung etc.
www.bufa-gfo.de